Immer, wenn im Gottesdienst das Vaterunser gebetet wird, zu vielen anderen festlichen Gelegenheiten und zur Zeitangabe hört man Kirchenglocken.

In vergangenen Zeiten wurden sie auch bei Gefahr, Feuer oder Krieg geläutet. Das kann man nachlesen im berühmten Gedicht Friedrich Schillers "Lied von der Glocke". Im Turm der Ahorner Kirche hängen 3 Bronzeglocken, die älteste seit 1772. Sie ist im Ton fis` gestimmt, wiegt 12 Zentner 77 Pfund und ist die größte. Die mittlere Glocke klingt in a` und ist 8 ½ Zentner schwer, die kleinste läutet in cis`` und wiegt 4 ½ Zentner.

Im ersten Weltkrieg wurden die beiden kleineren Glocken "dem Vaterland geopfert", im zweiten Weltkrieg musste eine neu angeschaffte wieder zu Kriegszwecken abgegeben werden, übrig blieb allein die älteste, größte. In den fünfziger Jahren wurde das Geläut erneut ergänzt, die kleine Glocke stiftete Johann Gemmer.

Der Glockengießerei Gebrüder Bachert, Karlsruhe, gelang ein Meisterstück des Glockengusses, und die drei Ahorner Glocken ertönen in einem weichen, feierlichen, bewegenden Molldreiklang. Nun dienen unsere Ahorner Glocken hoffentlich für alle Zeiten nur noch dem Frieden!